Anne Kiefer hat sich mit einem Versprechen für drei Jahre an die Waldbreitbacher Franziskanerinnen gebunden – sie ist jetzt assoziiertes Mitglied der Ordensgemeinschaft:Eine lang gehegte Sehnsucht ist in Erfüllung gegangen


Waldbreitbach/Trier. "Mutter Rosa ist für mich schon lange eine Inspiration. Sie hat, so kann ich rückblickend sagen, mein Leben geprägt", sagt Anne Kiefer. Den Waldbreitbacher Franziskanerinnen fühlt sie sich ebenfalls schon seit vielen Jahren verbunden. Jetzt hat sie sich am 4. September durch eine assoziierte Mitgliedschaft der Ordensgemeinschaft angeschlossen. "Mit der Assoziationsfeier hat sich eine lang gehegte Sehnsucht erfüllt. Und die Verbindung zu der Gemeinschaft und zu den Schwestern ist dadurch noch einmal gewachsen", freut sie sich.
Seit August 2024 ist Anne Kiefer die Leiterin der Konvente der Waldbreitbacher Franziskanerinnen in Trier und in Wadern. Bereits seit August 2022 ist sie in Trier und Wadern für die Schwestern tätig. Sie lernte die Waldbreitbacher Franziskanerinnen kennen, als sie 1989 im damaligen St. Josef-Krankenhaus Hermeskeil ihre Krankenpflegeausbildung absolvierte. "Hier habe ich das erste Mal von Mutter Rosa Flesch gehört", erinnert sie sich. Schon damals war sie vom Leben, dem Mut und der Willenskraft der Ordensgründerin beeindruckt.
21 Jahre lang war sie im Hermeskeiler Krankenhaus tätig. In dieser Zeit hat sie eine Fortbildung zur Stations- und Bereichsleitung gemacht, geheiratet, zwei Söhne zur Welt gebracht und berufsbegleitend den Würzburger Fernkurs Praktische Theologie absolviert. 2012 wechselte sie zum Bistum Trier und arbeitete als Gemeindereferentin in der Pfarreiengemeinschaft Nahe-Westrich. Unter anderem leitete und koordinierte sie viereinhalb Jahre lang die Seelsorge in der vakanten Pfarrei.
Schon länger verspürte sie eine Sehnsucht, zur Gemeinschaft der Waldbreitbacher Franziskanerinnen zu gehören. "Da ich verheiratet bin, schien mir das zunächst nicht möglich, bis ich von der assoziierten Mitgliedschaft hörte", sagt sie. Damit ist ein großer Wunsch für sie in Erfüllung gegangen. Ich habe das Gefühl, dass Gott mich auf meinem Weg hierhin geführt und begleitet hat. Ich durfte mir alle Kompetenzen aneignen, sowohl pflegerische, als auch liturgische, um meiner jetzigen Aufgabe gewachsen zu sein. Durch die Assoziation empfinde ich mein Wirken als stimmig und folgerichtig", erklärt sie. Die Leitung des Schwesternkonventes, Verantwortung mitzutragen und dem Ganzen zu dienen, sei eine sehr erfüllende Aufgabe. "Ich darf dort mit den Schwestern liturgisch und spirituell auf dem Weg sein, sie in pflegerischen Anliegen beraten und begleiten und ihnen auch in ihrer letzten Lebensphase zur Seite stehen."
Da sie nun auch als assoziiertes Mitglied zur Gemeinschaft gehört, ist für sie alles sehr stimmig. Auch privat findet sie für ihren Weg Unterstützung: "Mein Mann und meine Söhne stehen voll hinter mir. Sie freuen sich sehr für mich."