Gemeinschaft, Glaube und unvergessliche Begegnungen

14 Jugendliche aus dem Pastoralen Raum Neuwied verbringen eine Woche in Taizé.
Begleitet wurden sie dabei von Carina Neitzer, Wolfgang Stollhof und Pastoralreferent Tobias Wolff.
Vor Ort traf die Gruppe auf rund 2.500 weitere junge Menschen aus unterschiedlichsten Ländern, darunter Schweden, Litauen und Frankreich. Diese beeindruckende internationale Gemeinschaft, machte die Woche zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Schon zu Beginn fiel es den Teilnehmenden leicht, mit Gleichaltrigen aus anderen deutschen Gruppen und Jugendlichen aus anderen Ländern in Kontakt zu kommen. Neue Freundschaften entstanden oft ganz spontan – beim Essen, auf dem Zeltplatz oder während der gemeinsamen Aktivitäten.
Die Tage in Taizé waren durch einen festen Rhythmus geprägt. Dreimal am Tag versammelten sich alle zum gemeinsamen Gebet in der Kirche, das durch die meditativen Gesänge der Brüder der Gemeinschaft von Taizé gestaltet war. Darüber hinaus gab es täglich einen kurzen Vortrag eines Bruders zu einer Bibelstelle, der Impulse für den Tag gab. Dazu kamen die Jugendlichen jeden Tag in Kleingruppen von etwa 10 bis 12 Personen über Glaubensfragen und persönliche Themen miteinander ins Gespräch.
Neben dem festen Programm gab es auch Zeit zur freien Gestaltung: Spielen, Ausruhen oder neue Kontakte knüpfen standen hier im Mittelpunkt. Ein besonderes Erlebnis war auch das gemeinsame Engagement – so halfen die Jugendlichen beispielsweise beim Ausschenken von Tee für Tausende Jugendliche.
Nach dem gemeinsamen Abendgebet klang der Tag in geselliger Runde aus. Es wurde gemeinsam musiziert, getanzt und gefeiert – eine lebendige und fröhliche Atmosphäre, die viele nachhaltig beeindruckte.
Ein besonderes Highlight war die Begegnung am Freitagnachmittag mit David Michel aus Neuwied, der aktuell als Freiwilliger mehrere Monate in Taizé lebt. Er berichtete von seinem Alltag vor Ort und teilte persönliche Einblicke in seine Motivation für diesen besonderen Einsatz.
In der gemeinsamen Abschlussrunde vor der Abreise erzählten die Jugendlichen, was ihnen an der Fahrt gefallen hatte. Für Jana Sedat aus Roßbach war ein "absolutes Highlight das Gebet am Samstagabend". "Es war so eine festliche Stimmung in der Kirche, die total abgefärbt hat und ich hab mich selten Gott so verbunden gefühlt", erzählte sie begeistert. Samstags ist das Abendgebet in der Kirche traditionell mit einer Lichtfeier im Kerzenschein verbunden, in der die Auferstehung Jesu gefeiert wird. Leon Schmitz aus Neuwied gefiel besonders das starke Gemeinschaftsgefühl mit den anderen Jugendlichen. Mit Blick auf seinen persönlichen Glauben ergänzte er: "Ich habe viel gelernt über die Nähe Gottes in uns."
Müde, aber erfüllt und glücklich trat die Gruppe am Sonntag die Heimreise an. Für alle steht fest, dass dies nicht der letzte Besuch in Taizé gewesen sein soll.
Pastoralreferent Tobias Wolff