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Pastoraler Raum Neuwied
Katholische Kirche an Rhein und Wied
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Katholische Kirche an Rhein und Wied

Petra Schiller:Keine Angst vor dem Pastoralen Raum!

Datum:
1. Juli 2023
Von:
Statement Petra Schiller
Petra Schiller

Jetzt ist endlich die Zeit gekommen unseren Pastoralen Raum zu gestalten, das Gerüst des Eckpunktepapiers und der beträchtlichen räumlichen Ausdehnung mit Leben zu füllen. Am Beginn der ersten ordnungsgemäße Sitzung des Pastoralen Rates stand ein geflügeltes Wort aus dem philosophischen Gedicht "Stufen" von Hermann Hesse: "Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne."

Der "Zauber" in diesem Spruch meint das Geheimnisvolle, das damit verknüpft ist, die Lust auf Neues und die gespannte Erwartung, die Neugier, die man am Anfang einer Unternehmung verspürt und auch die Ungewissheit über den Ausgang eines schwierigen Unterfangens.

Jeder Neubeginn ist etwas Wunderbares, man spürt das Abenteuer, die Aufbruchsstimmung. Dieses Gefühl kam auch schon bei der Klausur des Rates in Vallendar zum Ausdruck.

Wer hat noch nicht davon geträumt, komplett neu anzufangen? Wir haben es in der Hand. Dieser Rat hat, im Zusammenspiel mit allen Gremien, Haupt- und Ehrenamtlichen, die Chance verknöcherte Strukturen aufzubrechen und etwas komplett Frisches, Erneuertes zu formen, aus dem Gewohnten auszubrechen und mit der Zeit vielleicht so etwas wie Heimat zu schaffen.

Natürlich beargwöhnen wir jegliche Veränderungen erst einmal, oder leiden sogar daran. Abschied nehmen klingt auch zunächst nicht wirklich positiv. Aber beginnt nicht auch die langersehnte Urlaubsreise mit einem Abschied?

Wir sollten uns nicht länger dem Mangeldenken hingeben, der Angst vor leeren Kirchenbänken und Kirchenaustritten, sondern vielmehr mit christlichem Selbstbewusstsein auftreten – schließlich haben wir etliches zu bieten!

Hermann Hesse schrieb jenes bekannte, lebensoptimistische Gedicht 1941 nach langer Krankheit und mitten im 2. Weltkrieg. In "Stufen" geht es um den Prozess ständiger Veränderung, darum, Neues zu wagen, alles mit Mut und Zuversicht anzugehen, und er manifestiert, dass selbst der Tod unseren Geist nicht bremsen kann, was wir als gläubige Christenmenschen ja nur unterstreichen können.

Wir haben im Rahmen des Synodalen Weges endlich Einfluss darauf, dem Gesicht von Kirche in dieser schwierigen Zeit in jeder Pfarrei oder Pfarreiengemeinschaft, an jedem Ort von Kirche, in jeder Gruppierung hier bei uns im Pastoralen Raum Neuwied eine völlig neue Richtung zu geben.

Der Pastorale Raum, diese völlig neuartige Struktureinheit, ist zunächst abstrakt und die Gestaltung stellt eine echte Herausforderung an alle Beteiligten dar. Setzen wir uns in Bewegung, entdecken wir Neues, übersetzen wir unseren Glauben in die Zeit und halten wir als Katholiken mit der Welt Schritt ohne den Markenkern zu verraten:

  • ungewöhnlich
  • veränderungswillig
  • gewagt
  • experimentell

Ich wünsche uns allen GLAUBE, HOFFNUNG, OFFENHEIT

Petra Schiller, Vorsitzende des Rates des Pastoralen Raumes Neuwied

Themenfeld "Ehe, Familie und Lebensgemeinschaften" im Pastoralen Raum Neuwied